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WAPPENBESCHREIBUNG

Schild durch eingebogene blaue Spitze, darin aus dem Schildrand wachsend ein halbes silbernes Mühlrad, gespalten; vorn in Gold ein wachsender roter Kirchturm mit spitzem Turmhelm, hinten in Silber ein schwarzes Deutschordenskreuz.

 

WAPPENBEGRÜNDUNG

1. Mühlrad


Das Mühlrad weist auf die Öl- und Getreidemühlen der Gemeinde Waldbreitbach hin, die zum Teil noch bis etwa Mitte unseres Jahrhunderts betrieben wurden. Heute noch wird die Arbeitsweise an einer restaurierten Ölmühle den zahlreichen Besuchern demonstriert. Das Mühlrad soll aber auch Symbol sein für die Handwerks- und die mittelständischen Gewerbebetriebe, die die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde noch heute prägen.

2. Kirchturm

Sichtbares Wahrzeichen der Gemeinde ist der Turm der Katholischen Pfarrkirche von Waldbreitbach, der seit 1983 als geschütztes Kulturdenkmal ausgewiesen ist. Der ungegliederte, nach Westen gerichtete Turm mit spitzem Turmhelm wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Er ist Zeugnis der Baukunst dieser Zeitepoche.

3. Deutschordenskreuz

Seit 1260 bis zu seiner Auflösung im Jahr 1809 unterhält der Deutschherrenorden in Waldbreitbach eine Commende, die auch Sitz eines Ordenscomturs ist. Der Commende zu Waldbreitbach steht das Patronatsrecht und das Zehntrecht für dieses Gebiet zu. Sie erwirbt ferner zahlreiche Besitzungen, so daß der Einfluß der Commende für das Waldbreitbacher Gebiet von Bedeutung gewesen ist. Während die ursprüngliche Deutschordenscommende Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut wurde, stammt das heute noch vorhandene Gebäude aus den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts. Die Deutschherren führten in ihrem Wappen ein schwarzes Tatzenkreuz auf silbernem Grund, das nunmehr in Erinnerung an die jahrhundertelange Anwesenheit des Ordens im Wappen der Gemeinde Waldbreitbach geführt wird.